Welche Schutzbestimmungen gibt es für alle Pflanzen?

Das Sammeln aller nicht geschützter wildwachsender Pflanzen oder Pflanzenteile in großen Mengen auf fremdem Grund bedarf einer Bewilligung der Bezirksverwaltungsbehörde.
In der Regel wird von einer "großen Menge" immer dann gesprochen werden können, wenn für den Transport der Pflanzen oder Pflanzenteile besondere Behältnisse (Säcke, Taschen, Schachteln) oder Transportmittel (PKW) erforderlich sind.

Derjenige, der solche Pflanzen in großen Mengen bei sich führt, hat deren Herkunft den Naturschutzwache-, Jagd- und Forstschutzorganen nachzuweisen.


Welche Regelungen enthält die Pilzeschutz-Verordnung

Da eine große Menge bei Pilzen vom Geweicht derselben schwer zu begrenzen ist, wurde festgelegt, dass zwar grundsätzlich für das Sammeln von Pilzen die Beschränkung von 2 kg pro Person und Tag (wie nach dem Forstgesetz 1975) zu gelten hat, beim Vollzug jedoch im Einzelfall ein Ermessensspielraum besteht.

Darüber hinaus ist es nach dem Forstgesetz 1975 strafbar, ohne Zustimmung des Grundeigentümers mehr als 2 kg Pilze pro Person und Tag zu sammeln. siehe auch die Webseite unserer Kameraden aus dem Lungau.

Verboten ist die mutwillige Beschädigung oder Vernichtung von Pilzen oder des Pilzmyzels, das Sammeln von ungenießbaren oder verdorbenen Pilzen, die Teilnahme an organisierten Pilzsammelveranstaltungen sowie das Ankündigen und Bewerben derselben, das Sammeln in einzelnen naturschutzrechtlich geschützten Gebieten (z. B. Naturwaldreservaten).

Pilze dürfen in beschränkter Menge nur für den Eigenbedarf gesammelt werden.

Sollen selbst gesammelte Pilze verkauft werden, ist hiefür die Zustimmung des Grundeigentümers und eine Bewilligung der Naturschutzbehörde erforderlich. An Gastgewerbebetriebe der Heimatgemeinde darf man jedoch Pilze verkaufen, wenn sie dort verwertet werden.

Für Personengruppen Verboten, das Verwahren und der Besitz vom mehr als der entsprechend der Personenanzahl erlaubten Menge, jedenfalls jedoch von mehr als insgesamt 8 kg Pilzen, wenn die Zuordnung der gesammelten Pilzen zu den einzelnen Personen nicht möglich ist.

Das Schwammerlsuchen ist nur in der Zeit von 7:00 Uhr bis 19:00 Uhr, ab 1. Oktober bis 31. Dezember bis 17:00 Uhr und in den Monaten Oktober bis Dezember nur für den Eigenbedarf erlaubt.

Das Sammeln von Pilzen zum Verkauf und/oder über die erlaubten Mengen hinaus bedarf der vorherigen Zustimmung des Grundeigentümers.

Für den Grundeigentümer und dessen nahe Angehörige (Eltern, Großeltern, Nachkommen) gelten die zeitlichen und mengenmäßigen Beschränkungen beim Schwammerlsuchen sowie das Verkaufsverbot nicht.

Regelungen für Käufer von Pilzen im Falle des Weiterverkaufes:

Der Käufer von Pilzen hat sich die Herkunft vom Sammler nachweisen zu lassen.

Dabei ist die eingekaufte Menge, die Pilzarten, der Tag des Erwerbes, Name und Anschrift des Sammlers sowie Angaben über die naturschutzbehördliche Bewilligung zu überprüfen und schriftlich festzuhalten.

Ist der Sammler dem Käufer nicht persönlich bekannt, hat er dessen Identität durch einen Lichtbildausweis zu überprüfen.

Quelle: Salzburger Berg- und Naturwacht